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Schloss Bogenhofen

Das Schloss Bogenhofen war ein alter Herrensitz. Am Rande einer schönen Aulandschaft des einst zu Bayern gehörigen Innviertels zeugt es heute noch von der Bedeutung in vergangenen Zeiten. Es liegt in einem Dreieck von der Mozartstadt Salzburg, der alten Herzogstadt Burghausen mit der längsten Burganlage Mitteleuropas und der Donaustadt Passau.
Der Ort Bogenhofen weist schon Besiedlungsspuren aus der Römerzeit auf. Die Römerstraße von Salzburg nach Passau führte nahe an Bogenhofen vorbei. „Poubenhoven“ wird bereits 760 erstmals urkundlich erwähnt. 802 wird eine Kapelle St. Andrae in Bogenhofen genannt. Jahrhunderte später entstand dort die heutige Dorfkirche. Um 1130 vermachte Engelschalk von Poubenhoven (später „Pubenhofen“, dann „Pogenhofen“) sein Gut dem nahegelegenen Kloster Ranshofen, wobei die Kapelle nicht eigens erwähnt wurde und deshalb heute zur Pfarre St. Peter am Hart gehört.

Aus der Mitte des 15. Jhdts. stammt das Siegeltypar des Schlosses, das sich aus zwei Schilden, dem alten "gestürzten Doppelsparren mit abgeflachten äußeren Schenkeln" der Pogenhofener (bis 1418) und dem späteren mit den Loderschen "Hörnern" zusammensetzt. Der letzte Pogenhofener verkaufte 1418 den Sitz und 20 Jahre später erkaufte Andreas Loder (der Name hängt zusammen mit "Wollzeugweber", Tuchmacher") aus Braunau ihn. Sowohl Andreas Loder, wie auch sein Sohn Leonhard Pugenhofer siegeln mit beiden Schilden in EINEM Siegel. Unter Andreas Loder, dem einflussreichen Kanzler des späteren Herzogs Ludwig IX. von Niederbayern, wurde dem Schloss 1451 sogar „Hofmarksfreiheit und Gerechtigkeit“ zugesprochen.

Auszug aus der Schulchronik von St. Peter am Hart: Bogenhofen, Pogenhofen, Punhofen, ein Dorf und Landgut (Hofmark) mit 20 Häusern, 24 Wohnparteien, 116 Einwohnern erhielten 1451 die Pogenhofen vom Herzoge Ludwig dem Reichen in Baiern zum Geschenk, nach ihm die von Penzenau (Pienzenau) und Nothhaft durch Heirat. (Hanns Pienzenauer von Bogenhofen griff sogar in die große Geschichte ein. Als Verteidiger der Festung Hochgeroldseck in Kufstein kämpfte er im Landshuter Erbfolgekrieg 1504 gegen Kaiser Maximilian I., den damals mächtigsten Herrscher Europas. Tapferkeit und Wagemut musste er schließlich mit seinem Leben bezahlen. Der Kaiser ließ von Innsbruck auf Schiffen den Inn hinunter die zwei größten Belagerungsgeschütze der damaligen Zeit, den „Weckauf” und „Pürlepaus”, bringen. Als die Festung nach hartnäckigem Kampf erobert worden war - die Kugeln „klopften gar untugendlich an” - ließ Maximilian den Bogenhofener enthaupten.) 1677 f. H. Seylersdorf durch Kauf, (von ihm neugebaut). 1812 war Alexander Freiherr Huber von Mauer Eigenthümer, 1826 Ignaz Graf von und zu Alten-Franking, 1827 für Haitzing vertauscht und der Herrschaft Hagenau einverleibt. Das einstige Schloss ist hölzern und verfallen; die Kapelle zu Ehren des hl Andreas geschlossen. (Wening; weltlicher Schematismus, Pfarrschriften)

Das Schloss Bogenhofen entstand 1834 im heutigen Aussehen (ausgehender Empire- Stil). Durch hohe Reparationsvorschreibungen der Siegermächte des 1. Weltkrieges (besonders auf den Adel abgewälzt) musste 1921 Max Freiherr von Handel Schloss und Teile der Landwirtschaft von Bogenhofen verkaufen. Der k.k. Oberst Freiherr von Pereira erwarb den Besitz. 1949 kaufte die Religionsgemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten das Schloss von Frau Baronin von Peraira.

Zusammenfassung: Karl Glaser Teilweise in Anlehnung an Mitteilungen von Professoren im Seminar Bogenhofen

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